Montag, 2. November 2009

besser

sagen wir so: eine woche könnte besser beginnen. zuerst liege ich im bett (kurz vor sieben uhr), denke nach und warte, dass der freund vom sport kommt (sieben uhr), dann plaudern wir und planen uns durch die woche, schlafen nochmal ein, aber nur fast und dann (neun uhr) stelle ich fest, dass mein englischkurs heute um acht begann. ich diagnostiziere: kurzzeitiger komplettverlust der gedächtniskapazitäten. von einer kurzen traurigkeit verschlechtert sich meine laune in bad mood, ich fahre den freund auf arbeit und mich dann auch und bin sogar schon um elf da. produktivität sieht anders aus. und so richtig lust hat man dann auch nicht mehr. der regen hört nicht auf, und manchmal gibt es so tage, da möchte man alles stehen und liegen lassen. zum trost habe ich mir ein brot gebacken und frischen kaffee in meiner neuen french cosy press gebrüht. dann können wir uns über die stadtgrenze zunicken und kaffee in kleinen schlucken trinken, so ein bisschen einsam und doch nicht.

Freitag, 30. Oktober 2009

quasiechtzeit

so kann ein wochenende sein: einen tag früher startend und somit am donnerstag abend mit sushi eingeleitet. heute vor der sonne aufgestanden, einen zerbrechlichen hellblaurosa himmel bestaunt, mit frühstücksbesuch croissants und warme schokolade verspeist und danach fotos eingeklebt. zu zweit macht das doppelt spaß und geht viel leichter von der hand. jetzt bin ich supermotiviert, denn ich bin bei den papierfotos schon im jahr 2007 angekommen. wenn das nicht quasiechtzeit ist. wir wollten dann auch jeweils an unsere reiseorte und zu unseren freunden zurück. hiergeblieben sind wir trotzdem.
und jetzt begrüßt mit mir gemeinsam das wochenende mit einem großen "komm rein", wünscht allen kranken (frau hüth!) gute besserung und genießt jeden sonnenstrahl, der euch in den nächsten beiden tagen hinterm ohr kitzelt.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

der herbst ist nordisch

alle, die diese woche noch nichts vorhaben und in und um berlin wohnen, sei die jubiläumswoche von lyrikline.org wärmstens empfohlen. wir waren gestern beim nord nordöstlichen abend in den nordischen botschaften und hörten und sahen lyrik aus estland, finnland, norwegen und island. die botschaften feiern auch geburtstag und haben den ganzen herbst tolle kulturangebote. wem es drinnen sowieso zu kuschelig ist oder wen es generell nach norden zieht, für den sind diese abende die perfekten zugvögel.

Montag, 26. Oktober 2009

von federn, cupcakes und viel spaß

man möchte meinen, der herbst sei zurück. gestern wurden alle utensilien, die uns gegen kälte schützen sollten (zwei decken, ein zweites paar socken, mütze, handschuhe und warme strickjacke) nicht benötigt, obwohl wir den ganzen tag draußen standen. es war flohmarktzeit, das letzte mal in diesem jahr. man glaubt ja nicht, was die leute alles kaufen. mein persönlicher favorit: eine verkaufte feder für 50 cent. das war wahrscheinlich dem kind geschuldet ("oh papa, guck mal, voll geil!"), aber als uns der vater dann weitere feder-stories erzählte, wussten wir, das kind ist nur vorwand. auch gut verkauft haben sich: badvorleger, buttons und bücher. der freund beglückte uns mit essen, frau hüth noch mehr mit cupcakes. und das beste des ganzen tages ist, dass all der krempel verkauft ist. und spaß gemacht hat es allemal. danke an frau müller und frau richter!

Montag, 12. Oktober 2009

october rain

es schauert und schüttet, so dass die straßen unter wasser stehen und man mit jeden zweiten schritt in eine pfütze tapst. ich glaube, der frühling kommt wieder, in anderem gewand, denn so geregnet hat es schon einmal in diesem jahr.

was gibt es also schöneres als sich einen warmen schwarztee mit milch und zucker aufs stövchen zu stellen, den rechner hochzufahren und den kopf auf arbeit einzustellen? naja, so einiges, denke ich, aber so ein gemütlicher arbeitsnachmittag hat auch was.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

anstrengend

seit einer woche haben wir neue fellows - lauter nette menschen aus ganz europa mit vielen geschichten, ganz individuellen lebensläufen und persönlichkeiten. es macht spaß, sie kennen zu lernen! aber irgendwie bin ich, nachdem ich jetzt im sommer ganz regelmäßig immer vier bis sechs stunden gearbeitet habe, nach so einem zehnstundentag ganz schön geflasht und wünsche mir nur eins: schlaf. okay, und den freund nebenan und sushi und freunde zum plaudern. aber irgendwie ist es zeit, sich in die wohnung zurück zu ziehen und zu lesen, kisten zu durchstöbern, photos zu kleben und ja, ich habe einen plan, ein weihnachtsgeschenk zu nähen. dabei weiß ich gar nicht, wie das geht.

Dienstag, 6. Oktober 2009

herbstliebe

habe ich schon erwähnt, dass ich den herbst liebe? nebel am abend und kühle am morgen, kastanien, laub, regen und sturm und wenn die sonne dann doch scheint, ist es dreifach schön.
ich habe jetzt so richtig das gefühl, den sommer ausgekostet zu haben, obwohl er mir gar nicht so lang vorkam. ich erinnere mich nur an szenen, die jetzt immer mal aufblitzen und ich glaube, ich vermische details. aber das macht nichts. zurück bleibt sowieso nur ein gefühl: nachts im biergarten vom prater sitzen, in der krummen lanke schwimmen und mich neben ferdinand von der sonne berieseln lassen, auf dem balkon sitzen und den teelichtern beim scheinen zuschauen, bei frau huth im familienkirschbaum stehen und sich den bauch vollschlagen, auf einer insel sein, wo keine autos fahren... ach, ich will alles zurück und doch nicht. denn der herbst hat ja auch seins.

Sonntag, 27. September 2009

die stürme kommen

whew, das jahr eilt.

dass ich nichts mehr geschrieben habe, hat nichts zu bedeuten - mein speicher ist einfach mit zu vielen bildern zu voll und ich war ein bisschen hilflos. jetzt muss ich neue methoden probieren, um bilder zu posten. das mache ich aber erst, wenn die sonne wirklich nicht mehr scheint. und davon konnte in letzter zeit wirklich nicht die rede sein.

ich hatte einen fabelhaften sommer, so schön wie lange nicht: karin und klas waren zu besuch, henkka zur zwischenmiete, der sommer zu gast und viele schöne abende auf dem balkon mit ferdinand wurden verbracht. wir waren in unterschiedlichen konstellationen schwimmen, eis essen und spazieren, im biergarten, im garten feste feiern und am meer... ach, das meer. der freund hat mir zum quasi-abschluss des sommers eine reise nach rügen geschenkt. ein traum, ich sage es euch. am liebsten möchte ich am meer wohnen, mit vogelgeschrei und wind aufwachen und weit blicken, überall weit blicken. ich bin ganz erfüllt von diesen drei tagen und hoffe, ihr könnt ein bisschen sommer mit in den herbst nehmen. denn jetzt heißt es: schals raus, die stürme kommen!

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