Dienstag, 6. Januar 2009

die tage kurz, die nächte lang

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Es ist erst der sechste Tag im Januar und Weihnachten verschwimmt schon wieder im Nebel. Ich erhebe mich ganz schwer aus meiner Feiertagsruhe und schleiche seit zwei Tagen um meinen Schreibtisch und den Rechner. Heute hat mich das schlechte Gewissen gepackt. Da war es aber schon um sieben. Abends.
Mein Heimaturlaub gestaltet sich auch ein bisschen anders als gedacht, da der Freund mit schwerer Bronchitits im Bett liegt und ich schon mal übe, wie das ist, wenn die Kinder krank sind. Wäsche waschen, Essen kochen, gemeinsam essen, leise sein, Ermunterungen zwischendurch und immer wieder mitfühlende Blicke - der Husten hört sich echt nicht gut an.
Raus habe ich mich auch nicht getraut, also eigentlich hatte ich keine Lust, obwohl der Himmel metallblau strahlt und alles nach einem Spaziergang am Schlachtensee ruft.
Ich rufe mir lieber die Weihnachtserinnerungen wach und lese mich durch meine Bücher. Weihnachten, da habe ich mich sehr erholt, leckere Sachen gegessen, Schiffchen mit Genuss verspeist, mir den kalten Drei-Uhr-Wind um die Nase wehen lassen, mich in emotionaler Stabilität geübt und bin gescheitert, mich gefreut, dass der Freund und ich es auf so engem Raum und auf so lange Zeit so gut miteinander aushalten. Und ich habe gefühlte tausend Magazine gelesen, ein Traum.
Wieder zu Hause übe ich mich wie gesagt in Hausfrauen-Manier. Und das kommt dabei raus.

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Donnerstag, 1. Januar 2009

da wären wir nun

Das Jahr beginnt mit Tränen, dem ADAC und zu viel Schokolade. In entgegen gesetzter Reihenfolge. Vorweihnachten, verbracht in Ruhland und Senftenberg, war sehr schön und harmonisch. Wie immer sehr voll mit verschiedenen Kaffee- und Essenrunden, aber toll, alle wieder zu sehen. Weihnachten, verbracht in Neese, meinem neuen Entspannungsmekka, war sehr entspannend und auch schön. Die Geschichten von der Weihnachtsbaumbeschaffung am 23. Dezember und der Lichterkettenbeschafftung am 24. Dezember schreibe ich morgen oder in den nächsten Tagen meines Urlaubs.
Kommen wir zum ADAC. Heute meinte mein silberner Kugelblitz die Alarmanlage anschalten zu müssen, obwohl das Auto verriegelt und alles okay war. Das Ganze im Zehnminutentakt, coole Sache, nach drei Stunden Autofahrt. Also den ADAC gerufen und feststellen lassen, dass das Wischwasser von der Heckscheibe nicht auf die Scheibe, das hatten wir übrigens schon registriert, sondern direkt in die Verriegelung der Heckklappe (unter die Verkleidung) inklusive Kontakt zur Alarmanlage gespritzt wurde. Das Wasser hat dann wohl die Alarmanlage irritiert. Also alles halb so schlimm.
Danach "Schmetterling und Taucherglocke" gesehen, ein viertel Jahr zuvor gelesen, und viel geweint. Ich weine in letzter Zeit immer bei Filmen und weiß nicht woher. Dieser Film ist besonders. Noch anrührender als das Buch, finde ich, und so viel Wahrheit über Freundschaft, Schönheit und das Leben.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

endlich

Jetzt ist es soweit. Ich habe gerade die letzten Youngsta-Mails beantwortet, weitergeleitet und in Ordner sortiert. Das very last to do vor dem Weihnachtsurlaub, der anfängt, wenn ich meine Tasche gepackt habe. Es ist ganz schön kalt draußen, das habe ich heute früh wieder festgestellt, als ich fünf Minuten auf die Bahn gewartet habe. Aber dann geht es gleich los nach Ruhland. "Dann können wir ja was im Garten machen", hat der Papa gesagt. "Äh, hm, mal sehen." - Ich muss nämlich noch einen kompletten Kalender für meine Mama basteln und das irgendwie zwischen vielen vereinzelten Familienausflügen zu Oma 1 und Oma 2, Bowlen gehen, Essen und alte Freunde in der Heimat treffen. Ich bin gespannt und nehme nur Bücher mit. Falls doch mal zwischendurch Zeit ist.
Die Bücher werden spätestens gelesen, wenn wir zur der Familie vom Freund fahren, da ist alles sehr konzentrierter, sowohl von den Lokalitäten als auch von den Personenkonstellationen. Ich freue mich. Und dann kann ich endlich auch mal die Japan-Fotos ordnen. Kennt ihr das - wenn ihr Sachen unbedingt machen wollt, aber irgendwie ist nie Zeit dafür. Wie kann das sein?

Freitag, 12. Dezember 2008

Fragenbogen für Besucher

Kannst du dich mit dir selber befassen?
Muss man dir Sehenswürdigkeiten zeigen?
Willst du Gespräche zur Unterhaltung?
Isst du notwendig und nebenbei?
Muss man dir die Landschaft erklären?
Bringst du was mit, oder kommst du nur holen?

Erwin Strittmatter: Geschichten ohne Heimat. Aufbau Taschenbuch, 2004.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Kopenhagen

Kopenhagen ist eine sehr schöne Stadt, die schon mit ihren Gebäuden Entspannung suggeriert. Das fällt mir jetzt ein, als ich feststelle, dass ich schon wieder vier Tage zu Hause bin und meine Uniarbeitswoche schon hinter mir liegt (was nicht heißt, dass ich nichts zu tun habe... ich bin im Weihnachtsbastelstress) und Kopenhagen schon in den Nebel der Erinnerung sinkt. Das Wochenende war entspannend, es war schön, Frau Saarinen und J. zu sehen und viel Zeit zu haben.

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Wir haben dänischen Weihnachtsmandelmilchreis gegessen, waren ganz viel spazieren, haben ein Händelkonzert besucht und gebrannte Mandeln geknuspert, hatten Ausblicke über Kopenhagen und haben Tivoli besucht. Das ist ein Vergnügungspark und wer mich kennt, weiß, dass ich eine natürliche Abscheu gegen solche habe, aber es war schön. Ein bisschen wie bei Alice im Wunderland.

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Wir kommen im Sommer nochmal wieder. Wenn die Bäume grün sind.

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Mittwoch, 3. Dezember 2008

it's so true

Procrastination

Sonntag, 30. November 2008

Weihnachtsmarkt

Heute war ich das erste Mal auf dem Weihnachtsmarkt. Erst auf dem jüdischen, der war nicht so toll, süß und klein, aber nicht umwerfend. Er war im überdachten Innenhof des Jüdischen Museums, da ist es gar nicht kalt! Deshalb haben Klopfer, der Freund und ich uns noch in den Weihnachtsmarkt am Opernpalais gestürzt und leckere Sachen gegessen. Zum Beispiel Schokoladenfrüchte, lecker. Und alles ist ganz schön beleuchtet. Aber irgendwie ist es doch zu kalt, um sich mehr als zwei Stunden draußen aufzuhalten. Ich denke, das gehört zum Weihnachtsmarkt dazu.

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Unter den Linden, Berlin

Samstag, 29. November 2008

in memory last weekend

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Letztes Wochenende waren der Freund und ich auf einer kleinen Mecklenburg-Reise, um das "Jetzt kann wirklich nichts mehr kaputt gehen"-Auto des Freundes aus heimatlichen Gefilden abzuholen. Das war eine Reise! Wir haben Felder gesehen, Vögel, die sich auf die Reise machen oder Futter suchen, Schnee und ganz viel Horizont. Zu Hause waren wir dann im Schlosspark Ludwigslust spazieren, der wirklich sehr schön ist. Ganz alte Bäume, auch ganz viele Menschen, die unterwegs waren, aber das war gut, denn alles ist ganz weitläufig.

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Solche Ausflüge brauche ich mindestens einmal pro Woche! Dieses Wochenende steht aber die AJ Samstag-Nacht mit Titus Müller an, Frau F.-W.s Geburtstag, Sport und der Chanukka-Markt im Jüdischen Museum. Reicht auch für zwei Tage, finde ich. Vor allem, wenn ich mal so meinen Schreibtisch betrachte. Aber dazu später mehr.

PS: Das mit der einstündigen Konzentration auf eine Aufgabe hat übrigens nur mittelmäßig funktioniert.

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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