Montag, 7. Dezember 2009

ruhe

die woche beginnnt so wie das wochenende: mit einer ordentlichen portion selbstgemachter tortellini (vom markt) mit walnuss-gorgonzola-füllung und frischem spinat (was für ein unterschied!), knoblauch und zwiebeln. dazu die nötige portion ruhe, die sich bei mir einstellte, als ich die ersten weihnachtsgeschenke am freitag in kreuzberg kaufte und dann einen wunderbaren nachmittagsabend mit dem freund hatte.

am sonntag ging es dann weiter mit der geschenkeproduktion, die ohne hilfestellung niemals geglückt wäre. ich habe festgestellt, dass es ganz einfach und ganz schwer ist, zu nähen und das gleichzeitig! man muss ja soviel um die ecke denken und linksrum und überhaupt. ich bin ja schon mal froh, dass ich jetzt weiß, wo der faden an der nähmaschine hingehört. es war ein spaß und ich kann einsteigerworkshops im hausstudio nur empfehlen. und auch dort - ruhe inklusive.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

einen platz haben

der winter hat berlin das frösteln übergestülpt. fast war ich ein wenig erschrocken, als ich heute das haus verließ und gleich den mantel enger zusammen halten musste. schön! es kündigen sich an: kalte tage, sonnensehnsucht, heimatgefühle und der geruch von warmen plätzchen.

als ich gestern ein bisschen murrte, dass unser weihnachten wieder hauptsächlich aus auto fahren und (sehr viel in zu kurzer zeit) essen besteht, wies mich mein gegenüber darauf hin, dass es keinen grund zum meckern gibt: es ist schön, überhaupt einen platz an weihnachten zu haben.

Freitag, 27. November 2009

warm durch den winter

der winter versteckt sich noch, aber ich habe mich bereits vorbereitet: ich habe alle teesorten ausprobiert, die sich bei mir im schrank finden, habe den schwibbogen aufgestellt und mir warme hausschuhe gekauft. mit denen kann ich nach schweden galoppieren, in gedanken.

Sonntag, 22. November 2009

weekending so slow

ich hatte ein fabelhaftes wochenende. das wochenende kündigte sich am freitag leicht traurig mit einer abschiedsparty an - auf wiedersehen in hamburg, ben! der samstag zeigte sich dann im schönsten sabbatsonnenscheingewand, das uns umfing, als der freund und ich am schlachtensee spazieren waren. am abend ein film mit freunden. ein ausführliches frühstück gab's heute und auch gestern und es wurden erste ideen für manjos hochzeit getauscht, exciting. ansonsten alles ganz relaxt, so ein wochenende gab es schon lange nicht. und jetzt schnell ins bett, damit die entspanntheit in die neue woche getragen wird. sleep well!

Freitag, 20. November 2009

brandenburgische momente

nach fast einer woche reise bin ich wieder glücklich in berlin gelandet. ich habe alle speisen meiner kindheit in dieser woche gegessen, was mich wohl noch ein weile beschwingt sein lassen wird: holundersuppe, quarkklitscher, kakao mit brötchen (immer am dienstag bei oma & opa!), hackepeter mit zwiebeln und selbstgemachter apfelkuchen. hm. lecker. mit ungefähr noch einmal so viel essen bin ich wieder angekommen, ich vermute, die eltern und großeltern glauben, ich wüsste nicht, wie man einen supermarkt benutzt. die freude meinerseits ist natürlich trotzdem groß. noch mehr als vom essen bin ich von brandenburgischen momenten gefüllt. alles ist braun und grün im november; nebel kriecht um die ecken, aber nur früh; sonnenaufgänge vorm fenster; ein hüpfender hund, der gute laune macht; kaffee bei papa; ein leicht modriger herbstgeruch; kiloweise äpfel, in kellern, stiegen, schalen, auf zeitungspapier, in händen und die letzten auf den bäumen; und ein heimatgefühl, beim bummel durch meine alte stadt.

Freitag, 13. November 2009

nach hause

Wo gehen wir denn hin?
Immer nach Hause.


Novalis

Dienstag, 10. November 2009

Und das Fallen musste ein Ende haben

Damals schrieb ich noch Briefe, glaubte noch an Geschriebenes, Gedrucktes, Gelesenes. Das tat ich inzwischen nicht mehr. Ich war Bibliothekarin an der Freiburger Universitätsbibliothek, ich arbeitete mit Büchern, ich kaufte mir Bücher, ja, gelegentlich lieh ich mir auch welche aus. Aber lesen? Nein. Früher ja, da schon, da las ich ununterbrochen, im Bett, beim Essen, auf dem Fahrrad. Doch damit war Schluss. Lesen, das war das Gleiche wie sammeln, und sammeln war das Gleiche wie aufbewahren, und aufbewahren war das Gleiche wie erinnern, und erinnern war das Gleiche wie nicht genau zu wissen, und nicht genau zu wissen war das Gleiche wie vergessen zu haben, und vergessen war das Gleiche wie fallen, und das Fallen musste ein Ende haben.

Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen. Kiepenheuer & Witsch. Köln, 2008. Seite 19f.

Montag, 9. November 2009

was schön ist

nach einem langen wochenende nach hause kommen, den schlüssel in die haustür stecken und wissen, ich bin da.
an einem sonntagmorgen aufwachen, sich von nebel umgeben wissen und fühlen wie, tatsächlich, im epizentrum eines wattebauschs.
menschen wiedertreffen.
ehrliche gespräche.
nachdenken.
anerkennung für seine arbeit bekommen. wo das herz dran hängt.
fast ein ganzes buch innerhalb von zwei tagen lesen. und nicht aufhören wollen.
den letzten zug nach berlin kriegen. und dort: ein kind, das zwei stunden durch den zug trappelt. hoch und runter. mama immer hinterher. das kind lacht wie nur kinder lachen können. echte freude.
freunde haben.
sehnsucht haben.

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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