Montag, 5. April 2010

es gibt einen ort



es gibt einen ort, an dem die seele gesunden kann.
das meer.

Donnerstag, 1. April 2010

me & the sea

ich hatte diese woche erwähnt, dass es mir reicht mit neuigkeiten in diesem jahr. mein neuigkeitsaufnahmekontingent ist erschöpft. der frühling ist mir aufregung genug, es ist schön, wie er sich immer mal wieder zeigt und dann wieder verschwindet.



ansonsten möchte ich nichts mehr wissen und hören und dann schlägt mich ein telefonat gestern total aus der bahn. ich muss bonni zustimmen: wie kostbar doch das leben ist. und wir halten uns an solchen nebensächlichkeiten auf wie job, wohnung oder keine ahnung. es ist alles nichts wert, wenn man keine freunde hat, keine hoffnung, keine liebe und kein lachen im herz. und irgendwie glaube ich, es stimmt wirklich: es gibt zeiten, da fällt man zurück auf sich selbst und auf gott, und wenn es ruhig wird, dann bleiben glaube, liebe, hoffnung.

ich fahre schon wieder ans meer, und ich fürchte, ich flüchte vor mir selbst, aber zum glück geht man ja mit sich selbst überall mit hin. und ich glaube fest daran, dass das herz lautere geräusche macht als die wellen des meeres.
i will listen to me and the sea.

bleibt behütet über die osterfeiertage, schätzt die kleinen momente (das glück liegt im alltag versteckt) und umarmt euch lieber einmal zu oft als zu wenig! das kann so gar nicht schaden.

Dienstag, 30. März 2010

puh

was ist bloß los? gestern den tag zu hause verbracht, die stimmung war mäßig bis unwohl, heute wieder auf arbeit und eine verabredung vergessen. total vergessen! dann schnell hin, aber irgendwie doch nicht so richtig da. ich versuche meine gedanken zu ordnen, aber wie habe ich auf einem anderen blog so treffend gelesen:

leben ist das, was mit uns passiert, während wir planen, etwas anderes zu tun.

john lennon hat das gesagt und ich frage mich: woher kennt der mich?

Montag, 29. März 2010

es wird besser ...

... wenn die nachbarn ein sonntägliches live-konzert geben, das man über die ganze straße hört. pretty jazzy.

... wenn ich einen ganzen tag in meiner wohnung verbringen kann, ohne das gefühl zu haben, gleich weit weg zu müssen. beeing at home.

... wenn ein gespräch mit einem gebet endet. when i can't talk for myself.

... wenn der nächste ostseebesuch ansteht. we will go for swimming, right?

... wenn etwas ganz klar wird. even when it's not easy.

Donnerstag, 25. März 2010

ready for take off

bring me home. safe and fast.
switch the light off. as long as you need to rebuild reality.
cut your hair. it looks nicer.

close your eyes. i don't need them to look into your heart.

breath in.
breath out.

don't forget me. try hard.

count your blessings.
find comfort in simple things.
keep silent and speak in the same sentence. it's possible.

read between the words.

be honestly. and truly. its for you not for me.
ignore your brain. your thoughts. your rationality.
go with your heart. there are no lies in.

call us seekers. we are.

catch me at the borderline. i'm dreaming.
wake me when it's all over.

Dienstag, 23. März 2010

Warten

wer kann das heute noch? warten.
warten auf den frühlingsanfang, das geht noch. warten auf den bus schon nicht mehr. wir rennen, was wir können, um eine buslinie zu erreichen, die im zehn-minuten-takt fährt, im bus lesen wir tageszeitung, auch wenn die fahrt nur sieben minuten dauert und auf dem weg wohinauchimmer hören wir musik.

wir haben keine zeit mehr. zum zuhören. zum schweigen. zum warten.

wir müssen alles sagen, jetzt, sofort. wir wollen alles haben, liebe, geld, freunde, erfolg, freizeit, ruhe, bitte auf einmal, jetzt. wir wollen andere leben leben, manchmal. und merken dabei nicht, wie wertvoll unser eigenes ist. wir sehen keine chancen und kein licht und fühlen uns betrogen, weil nicht alles so ist, wie es uns gut scheint. wir können nicht warten. auf bessere momente. auf das glück in der hosentasche, in die das herz hineingerutscht ist.

Sonntag, 21. März 2010

Die Lesungen waren super

Die Buchmesse 2010 in Leipzig. Was soll ich sagen? Ganz schön voll. Ganz schön viele Bücher. Viel zu wenig Zeit. Zu wenig Stühle. Super Lesungen. Fazit: Kann man machen. Wer Bücher schmökern will, sollte aber lieber in den Buchladen seines Vertrauens gehen. Die Lesungen und das Autogramme abholen haben sich aber allemal gelohnt. Die Lesungen, auf denen ich allein, mit Bonni und mit Bonni und Cousin war, wurden auch fotographisch festgehalten und werden hier in zeitlicher Reihenfolge wiedergegeben:



Kristof Magnusson, der so herrlich normal ist. Und lustig.



Ahne, im Berliner Zimmer. Wo sonst?



Nora Tschirner bei der Lesung mit Gerhard Schöne, ein Ausflug in die Kindheit. Und nur für mich hat er mein Lieblingslied gespielt, glaube ich.

Dienstag, 16. März 2010

links oben der wald, rechts unten das dorf

All die Jahre hatte es so ausgesehen, als sei sie die Gesündere, die Robustere von beiden. Er hatte früher begonnen, seine Schlüssel zu verlegen, das Portemonnaie, die Lesebrille, und als er schon zu schlecht sah, um eine Münze, die ihm aus der Hand gefallen war, jemals wiederzufinden, da wieselte sie noch sicher auf beiden Beinen zwischen Küche, Wohnzimmer und Bad herum. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie nie in Rente gegangen war. Sie hatte den Haushalt noch aufrechterhalten, als er schon fast nicht mehr allein vom Sofa hochkam, hatte noch die Fenster geputzt, durch die er oft nur noch völlig leer ins Tal starrte. Kampfameise nannte er sie manchmal, wenn sie mal wieder nicht zu bremsen war und er sich nach ein bisschen Aufmerksamkeit sehnte. Kampfameise, setz dich her zu deinem alten Ameisenbär, der hat nicht mehr lang.
Sag nicht so was, antwortete sie dann in leiser Wut, sag so was nicht. Und sie nahm einen Moment lang neben ihm Platz, strich über den Rücken seiner Hand und sah mit ihm in die Ferne, links oben der Wald, rechts unten das Dorf, die Wipfel der Obstbäume im Garten. Sie saßen nebeneinander wie Liebende, die auf einen Zug warten, der Verspätung hat, und die es nicht wagen, noch etwas anzufangen in der zusätzlichen Zeit, die bis zum Abschied bleibt.

Harriet Köhler: Und dann diese Stille

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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