Donnerstag, 22. April 2010

Stille

Es gibt keine freie Gesellschaft ohne Stille, ohne einen inneren und äußeren Bereich der Einsamkeit, in dem sich individuelle Freiheit entfalten kann.

A. Marcuse

Mittwoch, 21. April 2010

das ist dann wohl so

heute hat jemand erwähnt, dass mein blog ein bisschen melancholisch geworden ist... das stimmt, und das leben ist es auch. aber ich habe dann mal geguckt über was für themen ich sonst so gebloggt habe: gerne das wetter (könnte ich heute auch wunderbar machen), eine reise oder die arbeit. sollte das mein leben sein? puh. dann lieber melancholie, die kommt echt aus dem herzen, dazu ein bisschen traurigkeit und hoffnung und ein paar freunde, die mich durchschütteln und festhalten. dann wird das schon, auch wenn es jetzt erst einmal so ist: anders als sonst.

things ain't what they used to be.

Montag, 19. April 2010

icecream makes happy, maybe

gestern, 21 grad, sonne und ein dumpfes gefühl im bauch, dass etwas fehlt. und dann: ein spontananruf von klopfer, die verabredung vorm besten eisladen der stadt, und in diesem moment auch der welt und dann einfach nur froh sein, dass ich mit klopfer in der sonne sitzen kann, rieseneisbecheressend.



vorm wochenende noch eine freudin verabschiedet, es ist seltsam, wenn menschen, die man kennt, die stadt und somit irgendwie auch dieses leben verlassen. es bleibt immer etwas zurück, und noch mehr wird mitgenommen. aber das passiert auch, wenn niemand die stadt verlässt... dann wird nur etwas mitgenommen. es verändert sich eben alles, und man kann das chance sehen, wenn man es schafft.

Freitag, 16. April 2010

es ist so ohne uns

Es fühlt sich seltsam an zu jemandem zu gehören, der weg ist. Und der nicht zurück kommt. Mit der Möglichkeit im Nebensatz, dass er nie wirklich da war, wird es nicht besser.

Und es fühlt sich seltsam an zu sehen, wie jeder zweite nur als Hälfte läuft.
An den leeren Stellen merkt man den Luftzug. Wie es sich über den Nacken zieht. Jeden zweiten. Dann funktioniert das mit dem Wärmeaustausch nicht mehr so, man atmet alles aus sich raus, aber nirgends hinein. Und dann kommt der Winter in dich rein und die Eisblumen und am Anfang ist es noch neu und aufregend wie mit dem ersten Schnee, aber nach den Wochen und Monaten sind die gefrorenen Seen wieder leer. Niemand juchzt und keiner kann mehr erste Spuren machen, weil alles voller verirrter Tappsen ist. Man schaut eventuell noch, welche passen könnten.
Und alle klammern ihre Finger an die Teetassen.



Es fühlt sich eben seltsam an.
Als wäre man Linkshänder und dürfte nur mit rechts schreiben.
Es geht schon irgendwie und man gewöhnt sich dran.
Nur ist alles voller Ecken und Kanten.

Text: © neon.de
Photo: © jonnistein / photocase.com

Donnerstag, 15. April 2010

without

without stepping
out of your door,
you may experience
the world.
without opening the window,
you may grasp
the meaning
of heaven.

the longer you walk -
the less you will know.

tao te ching

Mittwoch, 14. April 2010

kiek över

manchmal ist es ganz gut über seinen tellerrand zu schauen, und nicht nur die eigenen sorgen auf sich wirken zu lassen, sondern auch zu sehen, was gut ist und dass nicht alles so ist, wie es scheint.



dabei helfen können: eine reise ans meer / frauen treffen, die alle höchstmotiviert sind, fürs leben und den alltag / den blick mal wieder auf die dinge richten, die getan werden müssen / eine heimat haben, in freunden, den bäumen und gesprächen / einen traum haben

Montag, 5. April 2010

es gibt einen ort



es gibt einen ort, an dem die seele gesunden kann.
das meer.

Donnerstag, 1. April 2010

me & the sea

ich hatte diese woche erwähnt, dass es mir reicht mit neuigkeiten in diesem jahr. mein neuigkeitsaufnahmekontingent ist erschöpft. der frühling ist mir aufregung genug, es ist schön, wie er sich immer mal wieder zeigt und dann wieder verschwindet.



ansonsten möchte ich nichts mehr wissen und hören und dann schlägt mich ein telefonat gestern total aus der bahn. ich muss bonni zustimmen: wie kostbar doch das leben ist. und wir halten uns an solchen nebensächlichkeiten auf wie job, wohnung oder keine ahnung. es ist alles nichts wert, wenn man keine freunde hat, keine hoffnung, keine liebe und kein lachen im herz. und irgendwie glaube ich, es stimmt wirklich: es gibt zeiten, da fällt man zurück auf sich selbst und auf gott, und wenn es ruhig wird, dann bleiben glaube, liebe, hoffnung.

ich fahre schon wieder ans meer, und ich fürchte, ich flüchte vor mir selbst, aber zum glück geht man ja mit sich selbst überall mit hin. und ich glaube fest daran, dass das herz lautere geräusche macht als die wellen des meeres.
i will listen to me and the sea.

bleibt behütet über die osterfeiertage, schätzt die kleinen momente (das glück liegt im alltag versteckt) und umarmt euch lieber einmal zu oft als zu wenig! das kann so gar nicht schaden.

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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