Freitag, 14. Mai 2010

Mark

Mich rühren die sandigen Wege
Im alten sandigen Land
Die Heckenrosengehege
Die Holderbüsche am Rand
Der alten Felderraine.
Die Gräser reden mir da
Von Zeiten, die warn noch nicht meine,
Als ich das Früheste sah:
Die Gräser. Und hörte die Lerche.
Und roch dieser Sande Geruch.
Seither schlepp ich diese Erde
Mit mir als Segen und Fluch.
Ich muß diesen Sand verwandeln,
Bis er schmilzt und Wort wird in mir.
Diese Erde lässt nicht mit sich handeln.
Ich komm nicht umsonst aus ihr.

Eva Strittmatter

Donnerstag, 13. Mai 2010

home sweet country home

ich bin einen tag zu hause und unfassbar entspannt. es gibt babyhäschen und kinderschafe, einen hund, der mir verfallen ist (und ich ihm), ein ganzes haus für mich und zeit, soviel zeit! heute war ich schon mit dem rad unterwegs und habe festgestellt, dass lupus ganz schön schnell rennen kann. habe lavendeltriebe zum trocknen vorbereitet und gemerkt, dass gartenarbeit das beste ist, um runterzukommen. habe gelesen und gedacht.

ich habe zwei vorhaben für meine woche landurlaub. jeden tag gibt es zwei stunden, die fest eingeplant sind: eine stunde der stille (kein lesen, kein rechner, keine arbeit) und eine stundes des lesens (keine magazine, kein gossip, nur vollkornbrot). mal sehen, ob das so gut klappt, wie bei den stillen tagen in zingst über ostern, aber ich bin guter dinge. und ich brauche ein bisschen struktur, damit mir die tage nicht durch die finger rinnen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

although

this week was busy although it's holiday.
nach einem schönen zuschneidetag auf dem land war die woche doch irgendwie ganz eigensinnig voll. nach friseurbesuch und unerfolgreichem schuhkauf wurden acht toastbrote verbrannt, mitternachtsspontanbesuch empfangen, ein youngsta-filmchen mit oma wally gedreht und das auto ausgefahren. heute in vier stunden wird der vater nach malle verabschiedet und ich bin der nächtliche flughafenshuttlefahrer. oh yeah. danach: allein im haus auf dem land. von meinen großen vorhaben berichte ich morgen. there is always a plan.

Montag, 10. Mai 2010

landferien

heute beginnen meine zwei wochen urlaub und was soll ich sagen? es ist ein traum. ich wache früh auf und muss trotzdem nirgendwo hin, außer vor die tore der stadt zu frau kaffiknopf, landluft schnuppern, als vorbereitung auf meinen heimaturlaub, der in zwei tagen beginnt. es heißt wieder einmal: haus, hund & schafe hüten, dazu die hasen und das eigene herz. das wird eine herausforderung, soviel zeit auf einmal zu haben. bis dahin werde ich noch ein bisschen berlin auskosten und dinge machen, die man sonst nie macht. werde meinen frühjahrswohnungsputz abschließen und meinen balkonpflanzen beim wachsen zuhören. frühlingsruhe kehrt ein.

Freitag, 7. Mai 2010

heb an

die laune kann gehoben werden, wenn ein paar dinge passieren:

der balkon wird bepflanzt :: the very last tears :: es gibt schwarzen tee mit milch und honig :: zwei wochenendfeiern stehen ins haus :: ein fahrradkauf ist fast abgeschlossen :: some nice talks during that week :: zwei wochen urlaub! (ab jetzt!) :: ein duftender kuchen im ofen :: die aussicht auf bessere zeiten (moving from brain to heart) :: erfolgreich zwei resetknöpfe drücken :: sportglückshormone fließen :: ein buchgroßeinkauf im buchladen um die ecke :: a present from far away ::



happy weekend to everybody!

Sonntag, 2. Mai 2010

zu hause

zu hause: ein wochenende mit der familie hat was. man kann lachen, und weinen (aber nur im stillen). man lernt viel über sich selbst. zum beispiel, dass es gar nicht so einfach ist, opa den unterschied zwischen kopieren, scannen und drucken zu erklären. oma muss die glaubwürdigkeit von mitfahrgelegenheiten vermittelt werden. und der gesamten kaffeetafel, warum es nicht notwendig ist, dass man mehr als drei kuchenstückchen auf einmal isst (keine chance).
der heimweg von chemnitz nach berlin wurde mit der eben erwähnten mitfahrgelegenheit und 180 km/h getätigt, so schnell war ich noch nie in der stadt. noch schöner, dass ich die uneingeplante zeit bei ferdinand auf dem sofa verbringen kann, dessen wohnung just zwischen meiner und der bushaltestelle liegt. ein schönes sonntagabendritual, manchmal geplant, heute spontan. ich bin zu hause.

Freitag, 30. April 2010

gedanke des tages

"Nur ja nicht die Ohren hängen lassen! Nie! Denn, es wird regiert."

Karl Barth

Donnerstag, 29. April 2010

spring's out there

die woche ging viel zu schnell vorbei, das letzte wochenende auch und jetzt steht schon wieder das neue vor der tür. nachdem ich aus meinem frühlingstrauerschlaf erwacht bin, habe ich das gefühl, die zeit rast schon wieder.
ich habe noch die sonne vom letzten wochenende im herz, den ersten grillgeruch des jahres, sterne überm dorf und einen langen spaziergang durch berlin. bei und in allem gespräche, ohne die ich zur zeit nicht überleben könnte. ich denke besser, wenn ich spreche, glaube ich. wobei - erst denken und dann sprechen und dann handeln, hat natürlich auch was... und die stille nach vielen menschen. die wirkt dann doppelt stark, und auch das ist eine herausforderung.
wo hört ihr die stille am lautesten?

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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