Wir riefen Töne und Klänge ab, die sich irgendwann in unsere Erinnerung geschoben hatten wie Träume und Abfahrtszeiten. Am liebsten, wenn es um uns herum still war, wenn Zoltán schlief und mit ihm das ganze Haus in eine Art Schlaf fiel. Wir setzten sie in unser Ohr, diese Töne, einen Wagen, der über Kies rollte, einen Zug, der einfährt, ein Horn, dessen Klang übers Wasser getragen wird. Das einzige, was wir wirklich hätten hören können, war, wie Ági unten in der Küche ihren Ring an ihrer Schürze polierte, obwohl jeder sagen würde, das Polieren eines Rings kann man nicht hören, es hat keinen Ton. Wenn Virág zu uns unters Dach stieg und fragte, warum wir tagsüber auf den Betten liegen, sagten wir, wir hören Geräusche, und dann fragte sie Isti, was hörst du jetzt?, öffnete die Dachluke, schloß sie wieder, und Isti antwortete, die Wellen auf dem See. Und jetzt?, fragte sie weiter, wedelte mit beiden Armen über ihrem Kopf, und Isti lachte und fragte zurück, ist es ein Orkan, ein Wirbelsturm? Virág sagte, es sei das beste Spiel, weil man nichts weiter bräuchte als seine Ohren, und Isti erwiderte, nicht mal die braucht man.
Zsuzsa Bánk: Der Schwimmer. Fischer Taschenbuch Verlag, 2011. Seite 136.
auch der herbst hat was - 15. Jun, 22:01
nach einer arbeitsreise muss man sich ein bisschen ausruhen. es schlaucht doch ein bisschen, das unterwegs-sein. ankommen, mit menschen reden, nett sein, immer nett sein, arbeiten, denken, fragen stellen, weiterreisen. aber es war sehr produktiv in halle & frankfurt, ich freue mich auf die beiträge.
heute hatte ich dann einen tag frei und habe fast ohne schlechtes gewissen bis um elf geschlafen. unter der woche, aber es musste sein. dann einen freund getroffen, den ich schon lange nicht gesehen habe. dann das bad geputzt, es mahnt mich seit wochen (jetzt nicht mehr ...). und dann noch ein paar abendgedanken in den rechner getippt und die lange to-do-liste mit tröpfchenaufgaben zum schmelzen gebracht. immerhin, ein anfang.
dieser tag war: ruhig, regnerisch, beruhigend und richtig schön.
auch der herbst hat was - 11. Jun, 22:11
heute ist in hessen feiertag und das heißt, wir hatten frei. ein paar freunde und ich haben uns entschlossen, endlich mal die schöne bergstraße näher kennen zu lernen. das ist im prinzip der
odenwald zwischen darmstadt und heidelberg. so richtig kennt die bergstraße keiner außer die hessen, aber das macht nichts, denn sie ist ziemlich schön. ungefähr so sieht es überall aus:
es gibt hügeliges, weinberge, aussichten, kleine städtchen mit schönen stadtkernen, ganz viel himmel und, wie man sieht, eine menge grün. heute sind wir dann knapp 50 km nach heidelberg geradelt. schön! das wetter war auch nett zu uns, als wir ankamen, fing es an zu schütten. ein richtiger abendsommerregen. aber während des tages haben wir uns einen ordentlichen sonnenbrand geholt ...
i want more summer days like this.
auch der herbst hat was - 7. Jun, 22:20
... wünsche ich mir den sommer zurück. ich mag zwar dieses wolkenwetter, den wind und platzregen, aber so an den see gehen wäre noch besser. time to swim!
auch der herbst hat was - 6. Jun, 17:20
ich bin dieser tage dankbar für:
wind in den haaren
morgenandachten auf arbeit
meinen neuen und schon zuhause-fühl-hauskreis
island-vorfreude
besuchsankündigungen
spargel & erdbeeren
rhubarb crumble
home-office
ein bisschen ruhe zwischen all dem tun
tolle drehtermine nächstes wochenende
meine steuerberaterin
gesundheit
count your blessings!
auch der herbst hat was - 5. Jun, 22:54
ich wollte
schon immer nach island. ich habe nicht so viele konkrete träume, aber dieser eine gehört definitiv dazu. ich weiß nicht, was du für eine vorstellung von diesem land hast, aber meine ist ungefähr so:
überwältigende natur, weite, ruhe ... und ein paar elfen, die björk- oder sigur rós-ohrwürmer haben. oder so ähnlich. ich hoffe, ich treffe ein paar davon, wenn ich bald in island bin. mit
meiner kirche machen wir eine
tour, die knapp eine woche dauert. ich bin gespannt, wie es wird und ob die realität den traum in den schatten stellt. davon gehe ich irgendwie stillschweigend aus.
auch der herbst hat was - 3. Jun, 02:02
Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weiter gibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter ...
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle ...
Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.
Bernhard von Clairvaux (1090-1153)
auch der herbst hat was - 1. Jun, 11:50
auch wenn ich schon wieder hier bin, gibt's noch ein foto von meer. ich würde sofort wieder hin ... aber jetzt wird erstmal gearbeitet, damit es bald woanders hingehen kann. ein kleiner traum geht dieses jahr in erfüllung. ihr könntet raten, was es ist. verraten wird's die nächsten tage. es hat natürlich etwas mit reisen zu tun.
auch der herbst hat was - 29. Mai, 23:15