Mittwoch, 18. Juli 2012

weitblick, ganz nah

weitblick

an touren mag ich, dass man neue menschen trifft. manchmal sind das alte bekannte, die man mit neuen augen sieht. oder völlig neue menschen, die das erste mal auf der bildfläche erscheinen. und schon ist man überrascht, dass so nah ein netter mensch ist. ich mag es, wenn man sich selbst neu kennenlernt, im gespräch mit anderen oder unbekannten situationen. so eine reise ist auch immer eine reise zu sich selbst.

Dienstag, 17. Juli 2012

der himmel

himmel

der himmel ist natürlich überall der himmel, nur in island wird es später dunkel. der nördliche polarkreis streift island am oberen rand, die mitternachtssone hat man also nur ganz im norden. ansonsten gilt: halb eins dämmert es, dann wird es kurz finster und gegen dreh geht dann schon wieder die sonne auf. das führt dazu, dass man eigentlich immer wach ist und sich nie so wirklich müde fühlt. aber man hat ja auch zu tun: man muss gucken, wo der weg langgeht und pause machen, um zu chillen.

aussichticelandgrün ist da, wo wasser istpäuschen

Montag, 16. Juli 2012

Laugavegur

auf dem weg

gerade noch zwischen kameras, zettelbergen und unendlichen meetings. und auf einmal in island. abschalten hat bei mir direkt einen tag gedauert, was auch daran liegen könnte, dass ich im urlaub immer mein handy ausschalte. gewandert sind wir auf dem laugavegur, dem weg der heißen quellen. 50 km geht es durch das isländische hochland. es raucht und dampft an allen ecken, das wasser kommt wirklich heiß aus dem berg und irgendwie ist es verwunderlich, dass gleich nebenan der schnee liegt. in island hat man alles: sonne, regen, schnee, warme quellen, grüne flussläufe, wasserfälle, lavawüsten, wiesen, aber über allem der gleiche, helle himmel. man muss viele momente anhalten, um die aussicht zu genießen. nach jedem stückchen weg ist sie neu.

sehnsuchtsort

Sonntag, 15. Juli 2012

Island-Woche

jetzt bin ich schon wieder eine ganze woche da und habe noch kein wort über island verloren. jetzt aber! die neue woche steht im zeichen von island, jeden tag gibt's ein foto und einen text dazu. ich neige nicht zu versprechungen, aber ich habe mir das fest vorgenommen ... fangen wir an: die isländer an sich sind sehr sympathisch. sie begrüßen ihre landsleute nämlich am flughafen mit "willkommen zu hause". alle anderen bekommen ein "willkommen in island". das sagt schon einiges aus über dieses kleine land und sein volk. in ganz island leben rund 320.000 einwohner. also, auf der ganzen insel! vielleicht ist deshalb das gemeinschaftsgefühl so stark ausgeprägt. ich habe mich gleich wohl gefühlt, aber ich wollte da ja schon immer hin. und ich werde erzählen: von grünen bergen, langen nächten und einer gemütlichen hauptstadt.

willkommen zu hause

Sonntag, 1. Juli 2012

es geht los

von oben

heute abend sitze ich schon im flugzeug nach keflavik. island, eine woche island! der rucksack ist gepackt, ich hoffe, ich habe nichts vergessen oder zu wenig eingepackt. das wetter soll ganz gut sein, ein bisschen kälter als hier. dafür freue ich mich auf die begegnung mit heißen quellen, bergen, himmel - so weit das auge reicht, hellen polarnächten und isländern. verið þér sælar!

Mittwoch, 27. Juni 2012

aufregung & alltagsglück

noch einen tag arbeiten und ein paar tage mehr schlafen, dann geht es los nach island. ich bin schon ganz aufgeregt. das zeigt sich daran, dass ich schon eine woche vorher die tasche packen will. eigentlich bin ich ja reiseprofi und durchaus in der lage, mein wochenendgepäck in 20 minuten beisammen zu haben, das sollte nicht das problem sein. aber in den letzten tagen habe ich schon gedacht, dass ich mal vorpacken sollte. sachen rauslegen. überlegen. nichts vergessen. immerhin wandern wir fünf tage durchs gelände. ich hoffe, dass uns der isländische sommer überrascht. bis dahin genieße ich diese unsagbare vorfreude und das alltagsglück. diese woche war nett zu mir: ein toller außendreh mit klasse team, ein schöner hauskreis heute abend und lauwarme luft, die um die ecken pustet. der sommer ist da, ich spür's.

Samstag, 23. Juni 2012

himbeerglück

der sommer ist da, zumindest wächst er an sträuchern. manchmal kommt er auch vorbei, an schönen tagen, wie auf dem foto vom sommeranfang. da hinten irgendwo steht auch mein haus, die felder liegen nicht weit, im frühling konnte ich aus meinem küchenfenster den raps leuchten sehen. und jetzt? steht schon das korn und die wolken tupfen sich an den himmel, weiß auf blau. der sommer da, die himbeeren reifen schon und wenn ich sie direkt vom strauch essen kann, bin ich doppelt glücklich. trotzdem befällt mich dann und wann eine summertime sadness, ich weiß gar nicht, woran das liegt. vielleicht weil ich zu wenig zeit habe, den nachthimmel zu genießen, der noch bis spät lichtschatten wirft.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Sommersegen

Sommeranfang!

Im Übrigen meine ich,
dass Gott, unser Herr, uns einen großen Sommer schenke,
den Familien einen Korb voll Ruhe und viele hoffnungsvolle Blicke auf Grün und Blau,
Wiesen und Wasser und weiße Strände - leise Monate.
Dass er das Geschrei aus der Welt nimmt und Stille verordnet.
Dazu gehört, dass er den Kriegern ihr Handwerk aus den Händen nimmt
und denen, die ohne Arbeit sind, die Hoffnungslosigkeit.
Und die Mächtigen nicht zu Mafiosi werden lässt.
Alle können wir daran mittun und mitarbeiten,
dass das Leben langsamer verläuft, dass die Welt alle Aufregung verliert
und die Menschen sich länger ansehen können, um sich zu sagen:
Wir lieben euch!
Gott, unser Herr, möge diese Stille segnen,
möge diese Stille denen überall in die Ohren blasen,
die unsere Zeit noch schneller machen möchten und damit noch kürzer und atemloser. Gott, unser Herr, wir bitten dich: Mach es!
Auf dass unser Herz wieder Luft schnappen kann, unser Auge aufhört zu zappeln und unser Ohr wieder richtig hört und nicht alles vergisst.
Denen, die uns dies alles austreiben möchten, möge Gott, der Herr,
einen Blitz ins Gesäß jagen, damit sie ihr unmenschliches Tun einsehen
und die Menschen seines Wohlgefallens in Ruhe lassen.
Im wahrhaftigsten Sinn dieses Wortes: in Ruhe lassen.
Und wir wollen unseren Herrgott abermals bitten,
dieses Ansinnen von uns überall zu segnen
und, weil es sein muss, sofort und immerdar!

Hans Dieter Hüsch

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

Suche

 

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren